Welche Weine bezeichnet man als Schaumweine?
Ein Wein lässt sich nur dann als Schaumwein bezeichnen, wenn dem Ganzen bei der Herstellung Kohlensäure hinzugefügt wurde. Durch diese Anreicherung mit Kohlensäure muss wiederum ein Überdruck von mindestens 3 bar zu Stande kommen, wobei eine Temperatur von 20 Grad Celsius nicht überschritten werden darf. Als weiteres Erkennungsmerkmal von Schaumweinen ist die Etikettierung zu betrachten. Um als Schaumwein ausgewiesen werden zu dürfen, muss sowohl das Herkunftsland darauf vermerkt sein, als auch der Alkoholgehalt, welcher mindestens bei 10 Prozent liegen muss. Dennoch wird Schaumwein je nach Herkunftsland anders bezeichnet, was zum einen auf die zuvor verwendete Rebsorte selber zurück zu führen ist, als auch auf den Herstellungsprozess.Die Weingewinnung selber läuft grundsätzlich stets gleich ab, wobei bei dieser besonderen Weinsorte das Zufuhrverfahren des Kohlenstoffdioxids entscheidend ist. Dafür gibt es drei reguläre Anwendungsverfahren, die sich wie folgt gestalten. Einmal hat man die Möglichkeit, die Kohlensäure zusätzlich hinzuzufügen. Hierbei wird das Kohlenstoffdioxid nicht aus dem Gärungsprozess an sich gewonnen, sondern wird im Nachhinein durch ein Imprägnierverfahren auf die Flasche gefüllt und verschlossen.
Als weitere Alternative greifen einige Länder gern zu einem anderen Verfahren, aus dem aromatische Qualitätsschaumweine hervorgehen. Dabei nutzt man das Kohlenstoffdioxid aus dem ersten Gärungsverfahren. Durch das mehrmalige Abschöpfen der Hefe bleibt der Wein relativ süß und aromatisch. Anschließend wird der Wein einem enormen Druck ausgesetzt, so dass die Gärung weiter vonstattengehen kann.
Zu der dritten und letzten Variante der Weingewinnung zählt die Nutzung des Kohlenstoffdioxids aus der zweiten Gärung. Damit ein Wein überhaupt erst einmal ein zweites Mal gären kann, muss diesem erneut Zucker und Hefe zugefügt werden. Dabei bleibt allerdings die Weinflasche verschlossen, so dass die Hefe nicht mehr abgeschöpft werden muss. Doch ganz gleich, auf welche Art und Weise der Schaumwein hergestellt wird, letztendlich bleibt es doch immer eine Frage des Geschmacks, welche Sorte einem tatsächlich mundet oder auch nicht.